Warum wir Opfer ein Berufsverbot fordern:

Quelle und vollständiger Bericht: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kindesmissbrauch-in-hamburg-kein-berufsverbot-fuer-erzieher-stefan-h-a-929722.html

Kindesmissbrauch: Warum ein verurteilter Erzieher kein Berufsverbot erhält

Von Dietmar Hipp, Julia Jüttner und Hendrik Ternieden

Der Erzieher Stefan H. missbrauchte Kinder in einer Hamburger Kita, er wurde zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt. Doch ein Berufsverbot sprach der Richter nicht aus. Nun fragen sich die Nebenkläger: Warum darf dieser Mann eines Tages wieder Kinder betreuen?

Hamburg – Eines seiner Opfer lockte Stefan H. in die „Gruselkammer“. So nannte der 30-jährige Erzieher den Waschkeller in einer Hamburger Kita, hier missbrauchte er einen kleinen Jungen, eines von fünf Opfern im Alter von drei bis neun Jahren. An einem vierjährigen Mädchen, das er als privater Babysitter ein Wochenende lang beaufsichtigen sollte, verging er sich in seiner Wohnung, machte Hunderte pornografische Aufnahmen.
All das hat H. vor dem Hamburger Landgericht gestanden, am Mittwoch wurde er zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten verurteilt. Nicht verhängt wurde: ein Berufsverbot. Nach seiner Freilassung wird H. wieder als Erzieher arbeiten dürfen.

Die Eltern der betroffenen Kinder reagierten entsetzt. In ihren Plädoyers hatten die Nebenklagevertreter – anders als die Staatsanwaltschaft – ein lebenslanges Berufsverbot gefordert. Nun fragen sie sich: Wieso darf dieser Mann eines Tages wieder Kinder betreuen?

Für ein Berufsverbot bei Ersttätern gelten ganz besonders strenge Anforderungen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil vom 25. April klargemacht hat (AZ 4 StR 296/12). BGH-Sprecher Bertram Schmitt sagt, dass ein Berufsverbot bei einem Ersttäter nicht generell ausgeschlossen sei – es müsse nur besonders begründet werden.

Schwerwiegender Eingriff

Im Fall Stefan H. hob das Hamburger Landgericht auch dessen Bereitschaft hervor, sich „freiwillig in Therapie zu begeben“, wie eine Sprecherin sagt. Das sei „sehr ungewöhnlich“. Der Richter habe nicht mit der erforderlichen Sicherheit sagen können, „dass eine Rückfallgefahr besteht“. Der Vorsitzende Richter Ullrich Weißmann verwies in seiner Urteilsbegründung auch auf die geltende Rechtsprechung. Man fühle sich daran gebunden, sagte er in Bezug auf das BGH-Urteil.

Vor dem BGH ging es um folgenden Fall: Das Landgericht Kaiserslautern hatte den Gruppenleiter eines Kinderheims im November 2011 wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Ein Berufsverbot hatte das Gericht – entgegen der Forderung der Staatsanwaltschaft – nicht verhängt. Die Anklagebehörde legte Revision ein, scheiterte jedoch in Karlsruhe.

„Ein Berufsverbot ist ein schwerwiegender Eingriff, mit dem die Allgemeinheit, sei es auch nur ein bestimmter Personenkreis, vor weiterer Gefährdung geschützt werden soll“, heißt es im Urteil des BGH. Es dürfe nur verhängt werden, wenn die Gefahr bestehe, dass der Täter auch in Zukunft seinen Beruf zur Verübung erheblicher Straftaten missbrauchen werde.

Von entscheidender Bedeutung in dem Kaiserslauterer Fall war, dass der Erzieher bereits 2008 wegen Missbrauchs verurteilt worden war. Damals war ein dreijähriges Berufsverbot verhängt worden. Später stellte sich heraus, dass der Mann sich bereits vor den damals im Prozess verhandelten Straftaten an Kindern vergangen hatte. Er kam wieder vor Gericht, der Prozess endete mit der Verurteilung im November 2011: Haftstrafe ja, erneutes Berufsverbot nein. Das Landgericht Kaiserslautern ging davon aus, dass bei dem Mann keine Wiederholungsgefahr mehr bestehe, nachdem er nach der ersten Verurteilung nicht mehr straffällig geworden war, und lehnte deshalb ein weiteres, womöglich sogar unbefristetes Berufsverbot ab.

„Nie eine andere Sexualität ausgelebt“

Wichtig war auch die Beurteilung einer Gutachterin. Sie war zwar zu dem Schluss gekommen, dass sich an der sexuellen Vorliebe des Mannes für junge Mädchen nichts ändern werde und zum Beispiel bei einer Tätigkeit in einem Kinderheim immer die Gefahr eines Rückfalls bestehe. Allerdings, so die Gutachterin, könne der Mann seine Devianz offenbar kontrollieren und die Folge weiterer Straftaten für sich abschätzen. Zudem hatte der Täter seinen Beruf in der Zwischenzeit bereits gewechselt.

Aus diesen Gründen bezweifelt die Nebenklage des Hamburger Prozesses die Vergleichbarkeit der Fälle. „Die BGH-Entscheidung ist nicht einschlägig“, sagt Rechtsanwältin Sonja Görner, die vor Gericht eines der Opfer vertrat. Das BGH-Urteil beziehe sich zwar auch auf einen Ersttäter, allerdings habe dieser bereits seinen Beruf aufgegeben und sei auch intellektuell in der Lage gewesen, seinen Trieb zu beherrschen.

Anders sei die Lage bei Stefan H., der sich selbst als pädophil bezeichnete und laut Görner noch nie sexuellen Kontakt zu einer Frau oder einem Mann hatte – sondern nur zu Kindern. „Er hat nie eine andere Sexualität ausgelebt“, konstatiert die Anwältin. Somit liege eine sogenannte Kernpädophilie vor.
Die sexuellen Bedürfnisse eines Kernpädophilen beziehen sich ausschließlich auf Kinder, die meist in der Vorpubertät oder einer frühen pubertären Phase stehen – sowohl Jungen als auch Mädchen. „Kernpädophilie ist nicht behandelbar“, sagt Görner.

Die Hamburger Nebenkläger haben nach Paragraf 400 der Strafprozessordnung keine Möglichkeit, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen. „Uns sind die Hände gebunden“, sagt Görner. Stefan H. wird einen Eintrag ins Führungszeugnis bekommen, doch dieser wird nach zehn Jahren gelöscht.

Die Strafe von fünf Jahren und zwei Monaten beurteilen die Nebenklagevertreter unterschiedlich. Den Opfern wurde erspart, vor Gericht auszusagen. „Das ist sehr hoch zu bewerten“, sagt Görner. „Aber das Strafmaß gibt nicht den Unrechtsgehalt wieder.“ Es sei zu befürchten, dass ……

Video und Fallbeispiel zu „Jugendamt Hilfe oder Mafia?“

Quelle mit Video und Bildern: http://www.alpenparlament.tv/video/jugendamt-hilfe-oder-mafia/

Ein Opfer von Kindesraub berichtet

Petra Heller im Gespräch mit Michael Vogt über die Entführung ihres Sohnes durch staatliche Stellen und den mafiösen Filz von Jugendamt, Gerichten, Gutachter und Jugendheimen und das große Geschäft mit Kindesraub in der BRD.

Der Petitionsausschuß des Europaparlaments stellte nun schon zum zweiten Mal fest, daß die Bundesrepublik Deutschland die Menschenrechte mißachtet hat, indem die Organe des Staates zugelassen haben, daß von ihren Kindern getrennt lebende Väter und Mütter keinen Umgang mehr mit ihren Kindern haben. „Wir haben den Eindruck, daß es sich hier um ein wiederkehrendes und strukturelles Problem handelt, dem niemand wirklich zu Leibe rücken möchte. Man steckt lieber den Kopf in den Sand. Das finden wir unmöglich und schockierend“, sagt Philippe Boulland, Leiter einer Arbeitsgruppe im Petitionsausschuß, die sich mit dem Thema Jugendämter befaßt, und Abgeordneter der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP).

Hinter der höflich ausgedrückten Formulierung verbergen sich gravierende Menschenrechtsverletzungen einer mafiösen Struktur von allmächtigen Jugendämtern, die niemand kontrolliert, willfährigen Gerichten, Fehlgutachten insbesondere der Psychiaterzunft und geldgierigen Jugendheimen, die Tausende von Eure pro Monat pro Kind verdienen, das ihnen ihren Eltern weggenommen wurde – vermeintlich zum „Schutz des Kindes“.

Der Petitionsausschuß kritisiert aufgrund der vorliegenden Unterlagen, daß der deutsche Staat Eltern einen gerechten Prozeß verweigert hat. Andere Eltern hätten Dokumente, die für ihren Gerichtsprozeß wichtig gewesen seien, nicht einsehen können. Zahlreiche Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, die UN-Kinderrechtskonvention und die Charta der Grundrechte der Europäischen Union seien festgestellt worden. Ursache dafür seien Fehler der Jugendämter, die sich über Anweisungen von Familienrichtern hinweggesetzt hätten oder andere Fehler gemacht hätten, die von keiner übergeordneten Instanz bemerkt oder unterbunden worden seien.

Das Schicksal der Familie Heller, der durch ein Dutzend (!) Beamten und Umstellung des Haus der achtjährige Sohn Aenaes durch Polizei und Jugendamt entführt wurde und bis heute nicht zurückgegeben wurde, erinnert fatal an Verhältnisse in einem totalitären Staat. Ein Eindruck, der sich beim Verweigern rechtsstaatlicher Möglichkeiten (verschwundene Akten, Fehlgutachten, Psychiatrisierung der Mutter) noch verstärkt.

Hier ging und geht es um das Big Business der Jugendheime, die Monat für Monat für jedes weggenommene Kind Tausende von Euros einstreichen, und die gottähnliche Selbstherrlichkeit von Jugendämtern, die Familien unter dem Denkmantel des Jugendschutzes terrorisieren, und eine Gerichtsbarkeit, die angesichts zahlreicher Rechtsbrüche komplett versagt. Verlierer und Opfer dieses Staatsterrors sind die Kinder und die Familien.
Websites

http://www.petra-heller.com
Amtspflichtverletzung im Fall Aeneas Heller
Eine herzliche Spendenbitte

…der Familie Heller zur Unterstützung ihres Kampfs um den Sohn in der Auseinandersetzung mit den Behörden:

Petra Maria Barbara Heller
Postfinance Schweiz
IBAN: CH 340 9 000 000 919339441
BIC POFICHBEXXX

Symposion am 20.11.2013 im Dachgeschoß des Juridicums der Universität Wien, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien, Österreich

Symposion am 20.11.2013 im Dachgeschoß des Juridicums der Universität Wien,
Schottenbastei 10-16, 1010 Wien, Österreich
Veranstaltet von: Bernd-Christian Funk, Katharina Rueprecht, Verein Victims Mission, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte

Programm:  seite 1   seite 2

„In den sogenannten Maßnahmenvollzug kommt, wer unter dem ‚Einfluss einer geistigen oder seelischen Abartigkeit von höherem Grad‘ eine Tat begeht, die mit einer ein Jahr übersteigenden Freiheitsstrafe bedroht ist. Das im Urteil ausgesprochene Strafausmaß kann wesentlich geringer sein, so genügen etwa sechs Monate oder sogar eine bedingt ausgesprochene Strafe. Die Eingangsschwelle ist somit extrem niedrig, wesentlich niedriger als etwa in Deutschland, wo das im Urteil ausgesprochene Strafausmaß mindestens zwei Jahre betragen muss, und außerdem noch zwei einschlägige Vorstrafen vorausgegangen sein müssen. Der österreichische Maßnahmenvollzug ist zeitlich unbegrenzt.

Anlass für die Veranstaltung ist das Buch „Staatsgewalt. Die Schattenseiten des Rechtsstaates“ von Bernd-Christian Funk und Katharina Rueprecht, in dem unter anderem das Schicksal zweier Maßnahmenopfer beschrieben wird, und zwar das von Bernhard K. und Friedrich G.
Bernhard K. hat einen Arzt schwer beschimpft. Das Gericht qualifizierte die Beschimpfungen als gefährliche Drohung und verurteilte Bernhard K. zu sechs Monaten Freiheitsentzug. Es wurde paranoide Schizophrenie konstatiert, und Bernhard K. wurde in den zeitlich unbegrenzten Maßnahmenvollzug eingewiesen. Er war 26 Jahre alt und hatte keine Vorstrafen. Aus den sechs Monaten wurden zehn Jahre. Über den gesamten Zeitraum wurden ihm hochdosierte, und wie er sagt, schmerzhafte Neuroleptika-Depotspritzen samt einer Menge anderer Medikamente zwangsweise verabreicht.
Friedrich G. befand sich bereits sechs Jahre über das Strafende hinaus im Maßnahmenvollzug, als ihm im Zuge der Zwangsbehandlung, die er nach all den Jahren nicht mehr erdulden wollte, das Rückgrat gebrochen wurde.“
Katharina Rueprecht

Details zum Symposion: Per Mail oder:

Mit freundlichen Grüßen
Verein VICTIMS MISSION
Tel.: +43 (0)676 7807229
http://www.victimsmission.com

250.000 Euro für ein Missbrauchsop­fer:

Quelle: http://kurier.at/chronik/oesterreich/250-000-euro-fuer-ein-missbrauchsopfer/23.442.668
250.000 Euro für ein Missbrauchsop­fer Das Vorarlberger Kloster Mehrerau stimmte einem außergerichtlichen Vergleich zu.
Letztes Update am 21.08.2013, 06:00
Zwischen 5000 und 25.000 Euro gesteht die katholische Kirche jenen Betroffenen zu, die in ihren Einrichtungen körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt waren.

Nun traf das Zisterzienser-Kloster Mehrerau in Bregenz eine möglicherweise richtungsweisende Entscheidung: Einem ehemaligen Internatsschüler des Stiftsgymnasiums, den ein Pater Anfang der 1980er-Jahre mehrfach vergewaltigt hatte, sollen außergerichtlich 250.000 Euro zugestanden worden sein. Kloster und Anwalt des Opfers haben über die Entschädigungssumme eine Schweigeklausel vereinbart.
Mit der Rekordsumme an die Öffentlichkeit ging die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, die den Mann bei seiner Klage finanziell unterstützte. „Natürlich war es der Wunsch des Klosters, dass die Summe geheim bleibt“, erklärte Sepp Rothwangl, Sprecher der Plattform, dem KURIER. „Wir finden es aber eine extrem wichtige Information für alle Opfer von Gewalt, wie viel die Kirche zu zahlen bereit ist, wenn man klagt. Das ist das Zehnfache von den Almosen, die man von der Klasnic-Kommission erhält.“ Laut Rothwangl werde der Prozessausgang Schule machen. „Weniger Fälle als bisher angenommen sind verjährt.“

Das 47-jährige Opfer berichtete von vielfachen Vergewaltigungen durch Pater Johannes. Erschütternd ist die Gleichgültigkeit, mit der das Kloster den amtsbekannten pädokriminellen Pater auf Kinder losgelassen hat. Bereits 1968 war Pater Johannes wegen sexuellen Missbrauchs zweier Buben zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der damalige Abt suspendierte ihn für einen Monat von kirchlichen Tätigkeiten.
Sexuelle Übergriffe

Dann durfte der Mann seinen Dienst im Stiftsgymnasium – als Lehrer, Erzieher und Regens – wieder aufnehmen. Wie Pater Johannes später gestand, hat er bis zu seiner Absetzung weitere „fünf bis zehn“ Internatsschüler sexuell missbraucht. Im Jahr 1982 meldeten Eltern dem Kloster sexuelle Übergriffe durch den Pater. Der wurde jedoch nicht angezeigt, sondern in die Pfarre Sauters in Tirol versetzt.

Erst im Jahr 2004 drohte dem Vergewaltiger Ungemach. Ehemalige Internatsschüler zeigten ihn wegen sexueller Übergriffe an. Pater Johannes legte damals ein Geständnis ab (siehe Faksimile des Vernehmungsprotokolls). Da die Taten bereits strafrechtlich verjährt waren, wurde das Verfahren eingestellt.

Im Vorjahr wagten zwei Opfer einen erneuten Anlauf und klagten das Kloster zivilrechtlich auf Schadenersatz und Verdienstentgang. Sowohl das Landesgericht Feldkirch als auch das Oberlandesgericht Innsbruck lehnten die vom Kloster vorgebrachte Einrede der Verjährung ab. Mit einem Opfer, einem 59-Jährigen, hat sich die Abtei im April 2013 verglichen – als Summe werden 50.000 bis 70.000 Euro genannt.

Der zweite Fall endete nun ebenfalls mit einem außergerichtlichen Vergleich. Die kolportierte Summe von 250.000 Euro ist höher als jede gerichtlich verfügte Schadenersatzzahlung, die bisher in Österreich ausbezahlt wurde.

In den USA greift die katholische Kirche weit tiefer in ihr Erspartes: Alleine in Los Angeles wurden 508 Missbrauchsopfern 660 Millionen Dollar (491 Millionen Euro), knapp 1,3 Millionen Dollar pro Kopf, ausbezahlt.
(kurier) Erstellt am 21.08.2013, 06:02

Es geht ja was weiter: Kirche-Missbrauch

Quelle: http://kurier.at/meinung/blogs/heimskandal-at/heimskandal-wenn-ein-stift-stiften-geht/27.173.213
Letztes Update am 17.09.2013, 16:15
Wenn ein Stift stiften geht..
Zwei Ordensleute sollen in einem Internat, das vom Stift Admont betrieben wird, vor Jahrzehnten einen Schüler sexuell missbraucht und geprügelt haben. Das Stift erklärte sich im gestrigen Zivilprozess jedoch für nicht zuständig… Wenn dann müsse man die Republik Österreich in die Pflicht nehmen, schließlich sei der Staat die oberste Instanz in Sachen Schulen. Ich nenn‘ es einmal Chuzpe.
Republik zuständig?

Also: Es gibt Anschuldigungen gegen zwei Ordensbrüder, die erst vor wenigen Wochen pensioniert worden sind. Das Stift, der Arbeitgeber der beiden, weist einerseits den Vorwurf von Missbrauch und Gewalt zurück, spricht andererseits von Verjährung und lehnt dann noch jegliche Verantwortung für (mutmaßliche)Geschehnisse in seinen heiligen Hallen ab. Sprich: Wenn jemand für Misshandlungen im Internat zu Verantwortung zu ziehen sei, dann die Republik, die ja im Endeffekt für Schulen zuständig ist.
Interessant ist, dass sich die Anwältinnen des Stiftes Kremsmünster in einem ähnlich gelagerten Prozess in der vergangenen Woche ähnlich rechtfertigen wollten. Nicht Kirche, Stift oder Ordensbruder seien verantwortlich, sondern der Staat.
Angst vor Zahlungen

Offenbar ist die katholische Kirche vorsichtig geworden. Wie berichtet, hat das Stift Mehrerau einem Missbrauchsopfer vor wenigen Wochen 250.000 Euro in einem außergerichtlichen Vergleich gezahlt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Verjährung in diesem Fall abgewiesen hatte. Das könnte bei rund 1300 Opfern von Gewalt in kirchlichen Einrichtungen, die sich mittlerweile gemeldet haben, natürlich teuer werden. Via Klasnic-Kommission bekommen die Betroffenen bislang vergleichsweise geringe 5000 bis 25.000 Euro als Entschädigung.
Straßenverkehrsordnung

Wie kann man das künftig abwenden, wenn sogar das Höchstgericht bereits in einem Fall die Verjährung gekippt hat? Man spricht sich von jeglicher Verantwortung los. In diesem Fall sagt das Stift Admont quasi, dass es nichts dafür kann, was in seinem Gymnasium, in seinem Internat passiert. Kann man solchen Leuten seine Kinder anvertrauen? Kann ein Automechaniker sagen, er könne nichts dafür, dass die Bremsen nicht funktioniert haben; man solle sich an den Staat wenden, der hat die Straßenverkehrsordnung erlassen?
„Gewitzter“

Der US-amerikanische Missbrauchsaufdecker David Clohessy meinte kürzlich im KURIER: „Auch wenn es schwierig zu glauben ist: In der Kirchen-Hierarchie hat sich wenig verändert. Aber sehr verändert hat sich, dass die Bischöfe viel klüger und gewitzter geworden sind, um den Missbrauch zu vertuschen. Vor zwanzig Jahren war es für sie noch leichter: Die Opfer hatten Angst und waren voller Scham, die Polizei eingeschüchtert, die Eltern waren naiv. Jetzt haben die Opfer manchmal mehr Courage. Manchmal agieren heute auch Gesetzgeber, Regierung und Journalisten. Es hat in den letzten 25 Jahren viel Fortschritt gegeben, aber nicht wegen, sondern trotz der Bischöfe.“

Sexueller MissbrauchSozialtherapeut kommt nach Missbrauch von Behinderten vor Gericht

Publiziert: 27.09.2013 Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/sozialtherapeut-kommt-nach-missbrauch-von-behinderten-vor-gericht-id2456924.html?fb_action_ids=734685486558179&fb_action_types=og.recommends&fb_source=other_multiline&action_object_map={%22734685486558179%22%3A590238381014695}&action_type_map={%22734685486558179%22%3A%22og.recommends%22}&action_ref_map=[]

BERN – BE – Der Berner Sozialtherapeut, der sich fast 30 Jahre lang in Heimen an Behinderten verging, kommt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den geständigen 57-jährigen erhoben. Der Angeklagte soll 124 Pflegebefohlene missbraucht haben.
Nach seiner Festnahme im April 2010 gab der Mann zu, 114 mehrheitlich geistig und körperlich behinderte Kinder, junge Männer und Frauen sexuell missbraucht zu haben. In zehn Fällen sei es beim Versuch geblieben.
Weil viele dieser Taten bereits verjährt sind, wird sich der Sozialtherapeut nach geltendem Recht noch für 33 Fälle vor Gericht verantworten müssen, wie die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten.
Der Angeklagte ist der Schändung, der sexuellen Handlungen mit Kindern, Abhängigen und Anstaltspfleglingen, der Pornografie sowie der Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte angeklagt. Der Mann befindet sich im vorzeitigen Massnahmenvollzug.
Riesiges Entsetzen
Der Fall löste im Frühling 2010 riesiges Entsetzen aus. Der heute 57-jährige Sozialtherapeut flog auf, als zwei Bewohner eines Behindertenheims im Kanton Aargau ihren Eltern von sexuellen Kontakten zum Betreuer erzählten. Wenig später wurde der im Berner Oberland wohnhafte Mann festgenommen.
Bald war klar, dass der Mann sich über 29 Jahre hinweg in verschiedenen Institutionen an insgesamt 124 mehrheitlich geistig und körperlich behinderten Kindern, jungen Männern und Frauen vergangen hatte.
In einem Schreiben an Betroffene und Öffentlichkeit, zeigte sich der mutmassliche Täter im April 2011 reuig und bereit, Strafen und Massnahmen zu akzeptieren. Er habe gefehlt und gesündigt, schrieb er damals.
Immer wieder Anstellungen gefunden
Der riesige Missbrauchsfall löste schweizweit in Heimen und Verbänden eine intensive Diskussion aus, wie solche Fälle künftig verhindert werden könnten.
Der angeklagte Sozialtherapeut fand nämlich immer wieder Anstellungen, obschon er verschiedenen Arbeitgebern als schwierig aufgefallen war. In einem Ermittlungsverfahren kam er 2003, trotz belastender Aussagen eines behinderten Mädchens, ungeschoren davon.
Zu ersten Verfehlungen kam es 1982 in einem Kinder- und Jugendheim im Berner Seeland. Weitere Stationen des Angeklagten waren unter anderem Heime im Appenzellischen, im Kanton Thurgau, in Süddeutschland und in der Region Bern. (SDA)

Kindesfolter bis zum Tod unter Jugendamtaufsicht:

Link: http://www.aktiv-gegen-missbrauch.com/2013/09/prozess-um-tote-anna.html#.UksYKX8pNw2

BONN/KÖNIGSWINTER –

Der Prozess um den grausigen Tod von Pflegekind Anna (9): Am Montag ist die zuständige Jugendamtsmitarbeiterin Susanne G. vor Gericht als Zeugin geladen. Wie der Bonner EXPRESS aus Justizkreisen erfuhr, wird sie aussagen! Die spannende Frage: Was enthüllt Annas Sachbearbeiterin am Montag?
Über ein Jahr lang sollen Petra und Ralf W. (beide 52) ihr Pflegekind gequält, massiv misshandelt haben. Mindestens 55-mal, so die Anklage. Unter anderem sollen sie Anna zur Strafe in der Badewanne unter Wasser getaucht haben, bis das Mädchen im Juli 2010 bei so einer Horror-Prozedur starb.
Dass so etwas „vor den Augen“ des Jugendamtes passieren konnte, unfassbar… Gegen Susanne G. und weitere Amtsmitarbeiter wird wegen einer möglichen Mitschuld ermittelt.
Am Montag G.s Auftritt zunächst im Zeugenstand. Sie wird vom Gericht belehrt werden, dass sie zu Sachen, die sie selbst belasten, nichts sagen muss. Andere würden an ihrer Stelle die Aussage verweigern – doch Susanne G. will reden!
Es wird zunächst um allgemeine Fragen gehen, wie: Welchen Eindruck, welche Erfahrungen hatte sie mit dem Ehepaar W.? Vermutlich aber auch über deren Erziehungsmethoden. Da könnte es für die Jugendamtsmitarbeitern heikel werden!
Denn eine Nachbarin (29) belastete Susanne G. bereits schwer. Die 29-Jährige will Zeugin einer Wasserfolter geworden sein, G. darüber informiert haben. Die Nachbarin im Gericht: „Sie sagte, das sei nichts Schlimmes, sondern eine erzieherische Maßnahme.“
Kurz nach Annas Tod soll G. dann auch noch Unterlagen im Fall des toten Pflegekindes manipuliert haben – um etwas zu vertuschen? Sie steht im Verdacht, sogar Kollegen zur Aktenvernichtung angestiftet zu haben.
Quelle

Fall Julia Kührer:

Quelle: http://www.vienna.at/mordprozess-im-fall-julia-kuehrer-am-dienstag-entscheiden-die-geschworenen/3712318

Die 16-jährige Schülerin war am 27. Juni 2006 aus ihrem Heimatort Pulkau im Weinviertel verschwunden, fünf Jahre später wurden ihre sterblichen Überreste in einem Erdkeller auf dem Grundstück des Angeklagten im nahen Dietmannsdorf gefunden. Der 51-Jährige bestritt seit seiner Festnahme und auch an den vergangenen sechs Verhandlungstagen jeden Zusammenhang.

Geschworene entscheiden: Urteil im Fall Kührer erwartet

Die Anklage stützt sich auf Indizien, darunter eine DNA-Spur des Mannes auf Resten einer Decke, in die die Leiche des Mädchens eingewickelt war. Die Todesursache war nicht mehr feststellbar, Verletzungen im Kieferbereich weisen laut Gutachten aber auf eine Gewalteinwirkung hin.

Die 16-jährige Schülerin war am 27. Juni 2006 aus ihrem Heimatort Pulkau im Weinviertel verschwunden, fünf Jahre später wurden ihre sterblichen Überreste in einem Erdkeller auf dem Grundstück des Angeklagten im nahen Dietmannsdorf gefunden. Der 51-Jährige bestritt seit seiner Festnahme und auch an den vergangenen sechs Verhandlungstagen jeden Zusammenhang.

Geschworene entscheiden: Urteil im Fall Kührer erwartet

Die Anklage stützt sich auf Indizien, darunter eine DNA-Spur des Mannes auf Resten einer Decke, in die die Leiche des Mädchens eingewickelt war. Die Todesursache war nicht mehr feststellbar, Verletzungen im Kieferbereich weisen laut Gutachten aber auf eine Gewalteinwirkung hin. Die ersten vier Verhandlungstage waren für die Befragung des Angeklagten und der mehr als 100 Zeugen geblockt. In der vergangenen Woche wurden den Geschworenen dann die Tatortbilder und mehrere Gutachten zu den Todesumständen von Julia Kührer präsentiert. Der Verteidiger Farid Rifaat fordert einen Freispruch des 51-Jährigen:….weiterlesen im Originallink!

Kinderschützer zwangspsychiatrisiert:

Anmerkung der eigenen Redaktion:

Immer mehr Angehörige welche zu uns kommen, wurden bedroht oder erfolgreich Zwangsbesachwaltet und oder sogar Zwangspsychiatrisiert.

In den meisten Fällen konnten diese „Gegenangriffe“ erfolgreich abgewehrt werden, jedoch nicht in den Fällen, wo die Angehörigen weiter für die Aufklärung des Kindesmissbrauchs an ihren Schützlingen kämpften. Alle wurden kurz nachdem sie Anzeigen gemacht hatten mit diesen Schikanen „angegriffen“ Alle mussten mit Anwalt die Versuche der Zwangsbesachwaltung und oder Zwangspsychiatrisierung bekämpfen, einige verlohren ihren Job dadurch und alle wurden so finanziell fertig gemacht.

Die einzige Möglichkeit dem zu entweichen war keine Anzeigen mehr machen wegen Kindesmissbrauch und nicht mehr zu den Medien gehen.

Aber keine Angst. Dieses Vorgehen der „Täterschützer“ kenne wir nur von einigen Fällen. Wir denken, dass ist weil in diesen Fällen Kontakte vorhanden sind zur Justiz. Wir können uns das anders nicht erklären.

Info: Selbsthilfegruppe Opfersolidarität http://www.shg-os.com Wir geben nie auf!

Wenn sie mit diesen „Gegenangriffen“ Ruhig gestellt werden, wir wissen was wir trotzdem tun können.

So schützt die Justiz unsere Kinder nicht:

JUSTIZ     25.02.2011
Kinderschänder auf freiem Fuß – Mutter bangt
Wenn ein Mann wiederholt Kinder missbraucht, dafür verurteilt wird, doch vorerst auf freiem Fuß bleibt – sorgt das für Unverständnis. Eine verzweifelte Mutter hat den ORF darüber informiert, die Justiz will am Freitag Stellung nehmen.
Die Mutter machte eine Anzeige
Im Februar 2010 zeigte eine Mutter ihren Lebensgefährten an. Er soll ihre damals zehnjährigen Zwillingstöchter schwer missbraucht haben. Der Mann leugnete die Tat und blieb auf freiem Fuß.

Im Juli wurden die beiden Mädchen einvernommen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch handelt. Mit den Aussagen der Mädchen konfrontiert, gestand der Verdächtige die Tat zumindest teilweise, blieb aber in Freiheit.
Täter suchte weiterhin die Nähe zu Mädchen
Etwas später tauchte der Mann sogar am Spielplatz auf und schaute den Mädchen beim Spielen zu. Auch darin sah die Staatsanwaltschaft keinen Grund für eine Untersuchungshaft.

Im November 2010 war dann die Gerichtsverhandlung: Der Mann gestand zur Gänze und wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er ging aber in Berufung. Das Urteil war damit noch nicht rechtskräftig.

Antrag auf U-Haft vom Gericht abgelehnt
Erst zu diesem Zeitpunkt stellte die Staatsanwaltschaft wegen Fluchtgefahr einen Antrag auf U-Haft, den das Gericht aber ablehnte. Der Mann blieb wieder auf freiem Fuß. Im Jänner 2011, ein Jahr nach der Anzeige, wurde das Urteil dann rechtskräftig. Der Mann wurde aufgefordert, die Haftstrafe innerhalb der üblichen 30-Tage Frist anzutreten. Er ist nach wie vor auf freiem Fuß.

Mutter hat täglich Angst um ihre Kinder
Die Mutter der Zwillinge sagt gegenüber dem ORF Tirol, dass sie das Vorgehen der Justiz nicht nachvollziehen könne. Sie habe große Angst um ihre Kinder. Sie traue sich nicht mehr, die Mädchen ohne Begleitung zu lassen. Denn der verurteilte Täter wohne noch dazu ganz in der Nähe, so die Mutter.

Die Staatsanwaltschaft gibt nach ORF Tirol-Recherchen bereits Versäumnisse zu. Am Freitag will die Staatsanwaltschaft Innsbruck im Detail dazu Stellung nehmen.
tirol.ORF.at; 17.2.11
Schon vor einer Woche sorgte der Fall eines verurteilten Sexualstraftäters für Aufsehen im Land. Der Mann wurde rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt. Er bleibt aber vorerst auf freiem Fuß, bis er seine Haftstrafe antreten muss. Sexualstraftäter vorerst weiter in Freiheit
Zoller-Frischauf: Kein Pardon bei Kindesmissbrauch

Weiterlesen und Quelle und Originallink: http://tirv1.orf.at/stories/500877