Missbrauchsermittlungen gegen BBC-Moderator Hall

Wegen wiederholter sexueller Übergriffe auf junge Mädchen und einer Vergewaltigung hat die britische Polizei Ermittlungen gegen den langjährigen BBC-Moderator Stuart Hall eingeleitet.

Die Polizei in der Grafschaft Lancashire teilte mit, gestern sei ein Verfahren wegen einer Vergewaltigung und 14 Fällen von sexueller Belästigung eingeleitet worden. Hall wurde demnach festgenommen, als er wie vereinbart auf eine Polizeiwache kam. Er kam gegen Kaution frei und soll sich am 7. Februar vor einem Gericht im nordwestenglischen Preston zu den Vorwürfen äußern.

Kein Zusammenhang mit Savile-Fall

Die Opfer der sexuellen Belästigung waren nach Angaben der Polizei zwischen neun und 16 Jahre alt, das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer war zum Zeitpunkt der Tat im Jahr 1976 demnach 22 Jahre alt. Hall hatte im Jänner bereits in drei anderen Fällen von sexueller Belästigung auf nicht schuldig plädiert.

Der Moderator hatte ein halbes Jahrhundert für die BBC gearbeitet, bevor er nach seiner ersten Festnahme im Dezember suspendiert wurde. Durch seine lebhafte Fußballberichterstattung im Radio wurde er zum Kultmoderator. Vergangenes Jahr wurde er mit dem Orden des britischen Empires ausgezeichnet.

Die Polizei hob hervor, dass dieser Fall nicht mit den Ermittlungen gegen den verstorbenen BBC-Starmoderator Jimmy Savile zusammenhänge. Savile soll jahrzehntelang Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben.

Danke an den ORF für seine kritische Berichterstattung! Originallink:

http://www.orf.at/stories/2162705/

 

Prominenter Verdächtiger in BBC-Missbrauchsskandal geoutet

Im Zuge des Missbrauchsskandals um den früheren BBC-Starmoderator Jimmy Savile haben die britischen Medien am Freitag den Namen eines weiteren prominenten Verdächtigen enthüllt. Dabei soll es sich um den 83-jährigen Musiker und langjährigen Fernsehunterhalter Rolf Harris handeln, der noch im vergangenen Jahr bei einem Konzert zum diamantenen Thronjubiläum der Queen auftrat.

Die Polizei hatte Harris im November verhört und Ende März festgenommen. Inzwischen wurde er auf Kaution bis Mai freigelassen. Über drei Jahrzehnte lang war der aus Australien stammende Entertainer regelmäßiger Gast im britischen Fernsehen.

Harris wurde im Rahmen der Ermittlungen zu Savile festgenommen, hat aber keine Verbindungen zu dem im Jahr 2011 verstorbenen BBC-Moderator. Dieser soll rund 40 Jahre lang Hunderte Kinder und Erwachsene missbraucht haben. Eine Reaktion von Harris’ Sprecher auf die Medienenthüllungen gab es zunächst nicht.

Wir danken dem ORF für seine kritische Berichterstattung!

Originallink:

http://orf.at/stories/2177750/

 

Der Missbrauchsskandal um Jimmy Savile erschütterte die BBC bis ins Mark. Der Sender hatte die Missbrauchsfälle lange verschwiegen. – Foto: Reuters/PAUL HACKETT

BBC-Moderator Savile: Missbrauch in 214 Fällen Ein

Untersuchungsbericht der Polizei offenbart das erschreckende

Ausmaß des Missbrauchsskandal um BBC-Moderater Jimmy Savile.

Im Missbrauchsskandal um den einstigen BBC-Kultmoderator Jimmy Savile hat ein Untersuchungsbericht der Polizei das erschreckende Ausmaß seiner Verbrechen enthüllt. Demnach hat der 2011 gestorbene Savile, der als Moderator der BBC-Sendung „Top ot the Pops“ auch international bekannt wurde, mindestens 214 Straftaten begangen. Am Freitag veröffentlichte die Londoner Polizei eine Untersuchung über den wohl größten Missbrauchsskandal, von dem Großbritannien je erschüttert wurde.

Der Bericht zeige „ein beeindruckendes Bild“ und unterstreiche „die Konsequenzen, wenn Anfälligkeit und Macht aufeinanderprallen“, sagte Commander Peter Spindler, Chef der Sonderkommission bei Scotland Yard. Die Untersuchung trägt den Titel „Opfern eine Stimme geben“. Demnach hat der einstige TV-Star zwischen 1955 und 2009 mindestens 214 Straftaten begangen – darunter mehr als 30 Vergewaltigungen.

Jüngstes Opfer war acht

Tatorte waren zum Teil das Gelände der BBC, aber auch Krankenhäuser und sogar Heime für psychisch Kranke und Hospize. Ein Fall hat sich dem Report zufolge in einer Anstalt für psychisch kranke Straftäter abgespielt. Die jüngsten Opfer sind nach Angaben der Polizei acht Jahre alt gewesen. Nun wird geprüft, ob Savile Mitglied in einem Pädophilenring war.

Insgesamt hatten sich 450 Menschen bei der Polizei gemeldet, die Savile missbraucht haben soll. Nicht alle wurden von der Polizei vernommen. In fast drei Viertel der Fälle waren die Opfer zum Tatzeitpunkt noch Jugendliche. In den meisten Fällen habe Savile eine Situation ausgenutzt, erklärte die Polizei. In einigen Fällen habe es aber auch „Planungen“ gegeben. „Saviles Profil als Täter ist riesig, opportunistisch und ausbeuterisch“, heißt es in dem Bericht. Er habe sich seine Prominenz für seine Taten zunutze gemacht.

Der Moderator ist 2011 gestorben und kann nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Die Polizei untersucht Vorwürfe von 150 weiteren potenziellen Opfern auch gegen andere Tatverdächtige – teils aus dem Umfeld Saviles. Mindestens acht Männer waren in den vergangenen Wochen unter dem Vorwurf sexueller Straftaten vorläufig festgenommen, dann aber gegen Kaution wieder freigelassen worden. Darunter der ehemalige Pop-Star Gary Glitter, der Comedien Freddie Starr und der Publizist Max Clifford.

Skandal erschütterte BBC

Die Affäre war von der BBC lange Zeit verschwiegen und erst am 4. Oktober vergangenen Jahres vom Konkurrenzsender ITV in einer Dokumentation ans Licht gebracht worden. Als dies bekannt wurde, musste der damalige BBC-Generaldirektor George Entwistle gehen. Die Affäre erschütterte die BBC bis ins Mark. Die Sendeanstalt bangt um ihren bis jetzt ausgezeichneten Ruf. Es soll untersucht werden, wie eine der bekannteste Fernsehfiguren des Landes so lange unerkannt – oder gar von Kollegen gedeckt – sein Unwesen treiben konnte. „Er hat ein Doppelleben geführt“, sagte Ermittler Spindler.

(APA) Erstellt am 11.01.2013, 15:55
Wir danken dem Kurier wieder mal für sein kritische Berichterstattung!

Missbrauch in 214 Fällen

11.01.2013 | 18:26 |   (Die Presse)

Großbritannien. Bericht listet sexuelle Übergriffe des verstorbenen BBC-Moderators Jimmy Savile auf.

London/Ag. Im Missbrauchsskandal um den früheren, 2011 verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile hat ein Ermittlungsbericht der Polizei das ganze Ausmaß seiner Verbrechen zutage gefördert: Der am Freitag veröffentlichten Untersuchung zufolge hat der einstige TV-Star zwischen 1955 und 2009 mindestens 214 Sexualstraftaten begangen.

Die jüngsten Opfer waren nach Angaben der Polizei acht Jahre alt gewesen. Savile habe einige seiner Opfer im Alter zwischen acht und 47 Jahren in Krankenhäusern und sogar in einem Hospiz sexuell missbraucht, heißt es in dem Bericht der Polizei und der britischen Kinderschutzbehörde. Demnach nutzte der Moderator seine Berühmtheit, um seine Vergehen während vier Jahrzehnten zu vertuschen. Dennoch hätte er noch zu Lebzeiten dafür strafrechtlich verfolgt werden können, hieß es.

In den meisten Fällen habe Savile „eine Situation ausgenutzt“, erklärte die Polizei. In einigen Fällen habe es aber auch „Planungen“ für Übergriffe gegeben. Laut Polizei hätten insgesamt 450 Menschen Informationen über Savile herausgerückt, der einer der größten, etwas schrillen Fernsehstars Großbritanniens in den 1970ern und 1980ern war.

 

Doku brachte Skandal ins Rollen

Der Skandal war durch eine Dokumentation des britischen Senders „ITV“ ins Rollen gekommen, in der fünf Frauen davon berichteten, Savile habe sie als Minderjährige sexuell missbraucht. Im vorigen Oktober wurden Ermittlungen eingeleitet, im Zuge derer bereits mehrere britische Prominente vorübergehend festgenommen wurden, weil man sie der Komplizenschaft bezichtigte. Savile war 2011 als 84-Jähriger gestorben.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 12.01.2013)

Originallink:

http://diepresse.com/home/panorama/welt/1331961/Missbrauch-in-214-Faellen?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do

Danke an die Presse für die kritische Berichterstattung!

Missbrauchte Jimmy Savile Kinder auch für satanische Rituale?

Der einst gefeierte Fernsehmoderator und posthum als grösster Kinderschänder Grossbritanniens geoutete Jimmy Savile soll Mitglied einer satanischen Sekte gewesen sein. Ein ehemaliges Opfer erzählt nun von okkulten Ritualen in den Kellern eines Krankenhauses. Der pädophile Fernsehmann schlug und vergewaltigte das damals 12-jährige Mädchen zusammen mit anderen Teufelsanbetern. Angeblich waren bei diesen Messen hochrangige Politiker anwesend.

Nachdem vor eineinhalb Jahren der bekannte britische Fernsehmoderator Jimmy Savile tot aufgefunden wurde, deckte eine Doku (gleich da unten) auf, dass der Träger des britischen Rittertitels mindestens 450 Opfer zwischen fünf Jahren und 47 Jahren missbraucht haben soll. Er gilt mittlerweile als der schlimmste Sexualstraftäter Grossbritanniens. Nun kommen weitere Anschuldigungen dazu, die ein weiteres düsteres Kapitel um die schrecklichen Missbrauchsvorwürfe aufschlägt.

Es geht um satanische Rituale, welche „Sir“ Jimmy Savile zusammen mit anderen Teufelsanbetern in Kliniken und Heimen durchgeführt haben soll. Eine Britin erzählte ihrer Therapeutin Valerie Sinason, was sie als 12-jähriges Mädchen alles erleiden musste, als sie von Savile – mit Kapuze und Maske – sowie anderen Männern geschlagen und vergewaltigt wurden. Savile habe „Hail Satan“ in Latein gesungen, während er das Mädchen im Keller des Stoke Mandeville Hospitals in Buckinghamshire missbraucht hat.

Passiert ist der Vorfall 1975. Jimmy Savile war als grosszügiger Unterstützer des Krankenhauses ein regelmässiger Besucher der Einrichtung. Das Missbrauchsopfer erinnert sich an einen Kellerraum mit vielen Kerzen. Sie erkannte Savile trotz Maske und Kapuze an seiner markanten Stimme und den blonden Haaren. Savile war nicht alleine und nicht der Anführer, erinnert sich die heute 54-Jährige. Der Vorwurf ist kein Einzelfall. Die Therapeutin des Opfers weiss von einem zweiten, unabhängigen Fall, bei dem das Oper aber schon älter war. Doch auch diese Frau erlitt einen solch grossen Schock, dass sie erst nach Jahrzehnten mit jemandem darüber sprechen konnte.

Dass jemand hunderte von Menschen missbrauchen kann, ist nicht möglich, ohne Deckung von oben gedeckt zu werden. Immer wieder Untersuchungen gegen Jimmy Savile angestrebt, aber stets erfolgos – auf Druck von oben.

Sehen Sie dazu die brisante ITV-Doku:

Originallink:

http://www.seite3.ch/Missbrauchte+Jimmy+Savile+Kinder+auch+fuer+satanische+Rituale+/571467/detail.html

Danke an seite 3.ch für die kritische Berichterstattung!

Kinderschändung: Britische Kirche will BBC-Star Orden aberkennen

Der vor einem Jahr verstorbene exzentrische BBC-Moderator und TV-Star Jimmy Savile soll laut Polizeiangaben über einen Zeitraum von über 40 Jahren mindestens 300 Mädchen und Jungen missbraucht haben.

London (kath.net/KNA) Nach dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile bemühen sich britische Kirchenvertreter um die Aberkennung des päpstlichen Gregoriusordens. Der exzentrische Moderator und TV-Star Savile, der vor genau einem Jahr im Alter von 84 Jahren starb, soll laut Polizeiangaben über einen Zeitraum von über 40 Jahren mindestens 300 Mädchen und Jungen missbraucht haben. Der katholische Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols fragte britischen Presseberichten zufolge schriftlich in Rom an, dort die Möglichkeit einer Rücknahme der päpstlichen Ehrung zu prüfen.

Unterdessen sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Wochenende englischsprachigen Medien, ein Entzug des Gregoriusordens sei nicht möglich, da kein offizielles Register geführt werde, aus dem der Name gestrichen werden könnte. Ohnehin handle es sich um eine Ehrung auf Lebenszeit, die mit dem Tod erlösche. Auch im Jahrbuch des Heiligen Stuhls werde diese Auszeichnung nicht vermerkt.

Der nach Papst Gregor I. benannte Gregoriusorden, ein achtzackiges Kreuz aus roter Emaille mit Goldrand, ist eine der höchsten Auszeichnungen des Papstes für Laien. Der praktizierenden Katholik und Fernsehstar Savile, der auch Kindersendungen moderierte, wurde 1990 von Johannes Paul II. für sein soziales Engagement geehrt.

Die 1831 von Papst Gregor XVI. gestiftete Auszeichnung ist eine der höchsten Ehrungen, die der Papst an Laien verleiht. Schon 1834 wurde er allgemein «für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion» als Ritterorden verliehen. Seinen Namen erhielt er nach Papst Gregor I., der den Ehrentitel «der Große» trägt (590-604). Während seines Pontifikates gelang es ihm, durch politisches Geschick und gute Verwaltung des kirchlichen Besitzes die Grundlagen für den späteren Kirchenstaat zu schaffen. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) erneuerte den Orden 1993; seitdem wird der Orden auch an Frauen verliehen.

Auch der schottische Kardinal Keith O’Brien befürwortete laut einem Bericht der Tageszeitung «Daily Record» eine Aberkennung der päpstlichen Auszeichnung. Er sei lange Jahre mit Savile befreundet gewesen, habe aber nichts von dessen dunkler Seite geahnt. Ein solcher Schritt sei nun eine «angemessene Antwort», so ein Sprecher O’Briens.

Zu den Unterstützern Saviles gehörten Medienberichten zufolge auch Lady Diana und die frühere Premierministerin Maggie Thatcher. Im Sender BBC sollen die pädophilen Neigungen des Stars ein offenes Geheimnis gewesen sein.

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Originallink:

http://www.kath.net/news/38655

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